Bestand Optimal Nutzen Und Sanieren – Wohnraum schaffen (BONUS Wohnraum)

Projektinhalte

Beschreibung der geplanten Projektinhalte

Die Wohnfläche pro Kopf ist in den letzten Jahren in Deutschland und Österreich stetig gestiegen. Durch den damit verbundenen höheren Raumwärmebedarf pro Person, steigen auch die CO2-Emissionen für die Beheizung der Wohnflächen. Gleichzeitig besteht eine große Wohnungsnot und Neubau ist teuer und belastet Umwelt und Klima. Im Bestand hingegen, in Ortskernen und älteren Baugebieten gibt es außerdem vielfach ein großes Potenzial zur Nachverdichtung, um damit Wohnraum zu schaffen und den Bestand optimal zu nutzen und an den Klimawandel anzupassen.
Die Projektziele sollen dadurch erreicht werden, dass die Projektpartner gemeinsam ein Informations- und Beratungsangebot für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer entwickeln, das pilothaft in Kampagnenform mit begleitender Öffentlichkeitsarbeit in ausgewählten Städten und Gemeinden der beteiligten Regionen durchgeführt wird.
1. Netzwerkaufbau (verantwortlich eza! /Jeder PP in seiner Region)
Es soll eine breite Allianz an Akteuren und Berater:innen aufgebaut werden.
2. Entwicklung Kommunikations- und Beratungsangebote (verantwortlich RSA FG in Zusammenarbeit mit allen PP) Es sollen Kommunikations-, Veranstaltungs- und Beratungsangebote entwickelt werden, um die Zielgruppe der Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer zu erreichen, zu informieren und zu beraten.
3. Haus-(Geschichte) des Monats (verantwortlich Energieagentur Tirol / jeder PP liefert min 2 x pro Jahr eine Geschichte) Gelungene Beispiele werden identifiziert und präsentiert.
4. Test in Pilotgemeinden (verantwortlich EA SOB / jeder PP in seiner Region Die neuen Informations- und Beratungsangebote sollen in ersten interessierten Pilotkommunen in allen teilnehmenden Regionen getestet und eingeführt werden.
5. Öffentlichkeitsarbeit (verantwortlich EWO / jeder PP trägt bei) Über die Internetseiten, Pressearbeit und Social Media der Projektpartner werden alle relevanten Informationen, Beratungsangebote, weiterführende Links etc. präsentiert.

Erwartete Ziele des Projektes

1. Kernziel von “BONUS Wohnraum” ist es den Bestand optimal zu nutzen und dabei die klimarelevante Wohnfläche pro Kopf zu reduzieren, ohne dass die Lebens- und Wohnqualität eingeschränkt wird. Damit soll neuer Wohnraum geschaffen werden, ohne Neubau auf der grünen Wiese. Das Ziel ist damit die Reduktion von CO2-Emission durch Bestandsnutzung statt Neubau und kleinere Wohnflächen pro Kopf.
2. Ein weiteres Kernziel ist die Erweiterung von Gebäuden und Nachverdichtung, um zusätzlichen Wohnraum für junge Familien und andere Wohnungssuchende zu schaffen. Mit der Nachverdichtung von Städten und Dörfern sollen lebendige Orte geschaffen werden und die Zahl und Größe von benötigten Neubaugebieten auf der grünen Wiese reduziert werden. So können beispielswiese zu Einfamilienhäusern zusätzliche Wohneinheiten dazu gebaut werden. Junge Familien können das Haus der Eltern erweitern und so für eine sinnvolle Nachverdichtung sorgen. Ziel ist, den Bedarf an Neubaugebieten zu reduzieren, Flächenversiegelung zu verringern und CO2 durch eine optimale Nutzung des Bestands einzusparen.
3. Durch zusätzliche Einnahmequellen für Eigentümer:innen, beispielsweise durch Teilvermietungen oder Teilverkäufe bei der Nachverdichtung, haben diese bessere finanzielle Möglichkeiten und sollen motiviert werden, in diesem Zuge auch Sanierungen für Barrierefreiheit und energetische Verbesserungen vorzunehmen. Ziel ist die Reduktion von CO2-Emissionen durch energetische Sanierungen, die im Zuge von Wohnraumumgestaltung und Erweiterungen erfolgen.
4. In diesem Zuge sollen die Gebäude auch fit für den Klimawandel gemacht werden. Es soll Vorsorge vor Starkregenereignissen und Hitzewellen und auch andere Gefahren getroffen werden. Ziel ist der Schutz vor dem Klimawandel
5. Ziel ist auch eine Förderung von sozialen Aspekten, wie beispielsweise der Ermöglichung von Mehrgenerationenwohnen. Aufgaben können geteilt werden und ein gutes Miteinander kann Einsamkeit im Alter abfedern.

Mehrwert durch grenzüberschreitenden Ansatz

Die Projektziele könnten nicht erreicht werden, wenn jeder Projektpartner nur auf regionaler, lokaler und nationaler Ebene handeln würde.
Die Herausforderungen sind in allen beteiligten Regionen ähnlich:
• Ein teilweise sanierungsbedürftiger Gebäudebestand, der auf erneuerbare Energien umgestellt und an den Klimawandel angepasst werden muss und gleichzeitig nicht optimal genutzt wird.
• Eine große Wohnungsnot in vielen Städten und Gemeinden.
Der Projektparter RSA FG hat aus den früheren Projekten BONSEI und BONUS ein sehr spezifisches Know-how, dass im Zuge des Projektes den anderen Projektpartnern zur Verfügung gestellt wird und bei diesen für einen Aufbau neuen Know-hows und neuer Kapazitäten genutzt wird. Gleichzeitig bringen die anderen Projektpartner aus dem Projekt GO Altbau, an dem eza!, EAT, EA SOB und EWO beteiligt waren, neue und aktuelle Kenntnisse und Erfahrungen aus der Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit mit, die auch für RSA FG wertvoll sind. Nur gemeinsam können auf der damit gewonnenen Basis die nächsten Schritte erfolgen, denn die bisherige Arbeit von RSA FG soll um Öffentlichkeitsarbeit angereichert und mit zusätzlichen Inhalten weiterentwickelt werden. Zudem soll im Projekt gezielt ein gemeinsamer Ansatz für Kampagnen in kleineren und mittleren Kommunen entwickelt werden, die es in allen beteiligten Regionen mit ähnlichen Strukturen gibt. Dies macht nur gemeinsam und grenzüberschreitend Sinn.
Jeder Projektpartner allein hätte für sich nicht genug personelle und finanzielle Ressourcen, um alleine entsprechende neue Kommunikations- und Beratungsangebote aufzubauen und sinnvoll zu bespielen.
Eine grenzüberschreitende Kooperation ist viel nahe liegender als eine nationale Kooperation. So gibt es bei Baustil, Struktur und Mentalität viele Ähnlichkeiten zwischen den beteiligten Regionen, auf die am besten gemeinsam aufgebaut werden kann.

Projektteilnehmer

Leadpartner

Name der Organisation

Energie- und Umweltzentrum Allgäu gemeinnützige GmbH (eza!)

Anschrift der Organisation

Burgstr. 26
D-87435 Kempten (Allgäu)

Ansprechpartner

Martin Sambale

Zuordnung des Leadpartners:

Schwaben

weitere Projektteilnehmer

Name der Organisation

Energieagentur Tirol GmbH
(EAT)

Anschrift der Organisation

PP3: Bürgerstiftung Energiewende Oberland (EWO)
PP5: Energieagentur Südostbayern GmbH (EA SOB)