GLIDE – Virtuelles Rodelerlebnis zur Weiterentwicklung des alpinen Tourismus

Projektinhalte

Beschreibung der geplanten Projektinhalte

GLIDE ist ein innovatives Projekt zur Weiterentwicklung des Rodel-Tourismus in den Regionen Kitzbühel, Berchtesgadener Land, Zell am See und Hallein. Ziel ist es, das reale Rodelerlebnis möglichst realitätsnah in ein virtuelles Erlebnis zu übertragen und damit neue Zugänge zu dieser beliebten Wintersportart zu schaffen.

Im Mittelpunkt steht die Vermittlung von Rodeltechnik, insbesondere für Rodelneulinge. Mithilfe einer immersiven Simulation werden grundlegende Fahrtechniken, Lenk- und Bremsmanöver sowie sicherheitsrelevante Aspekte praxisnah und risikofrei vermittelt. Nutzerinnen und Nutzer können sich so gezielt auf das reale Rodeln vorbereiten, Hemmschwellen abbauen und ihre Sicherheit auf der Strecke erhöhen. Die Inhalte der virtuellen Plattform sind mehrsprachig, in leichter Sprache und gendersensibel gestaltet, um eine inklusive Nutzung zu gewährleisten und den Zugang für eine vielfältige Zielgruppe zu ermöglichen.

Ergänzend integriert GLIDE touristische Inhalte direkt in das virtuelle Erlebnis. Dazu zählen Informationen zum Kauf oder Verleih von Rodeln, zur passenden Ausrüstung, zu verfügbaren Rodelstrecken in den jeweiligen Regionen sowie zu Einkehrmöglichkeiten und weiteren touristischen Angeboten entlang der Strecken. Die virtuelle Erfahrung dient somit nicht nur dem Training, sondern auch der Orientierung, Inspiration und grünen Reiseplanung. Im Sinne der Nachhaltigkeit wird über klimaneutrale Anreisemöglichkeiten und umweltbewusstes Verhalten im alpinen Raum aufgeklärt.

GLIDE verbindet digitale Innovation mit regionalem Tourismus- und Standortmarketing und trägt dazu bei, die Attraktivität der beteiligten Destinationen zu steigern, neue Zielgruppen anzusprechen und den Rodeltourismus nachhaltig und sicher weiterzuentwickeln. Das MCI liefert die technischen Lösungen unterfüttert mit dem Rodel Know How der FIL und Rodel Austria. Innovation Salzburg und FIL schlagen durch ihr ausgezeichnetes Netzwerk die Brücke zu den Stakeholdern der Regionen.

Erwartete Ziele des Projektes

Orientiert an den Tourismusstrategien der Regionen (i.e. Tiroler Weg, KEM Tourismus Zell am See-Kaprun, Entwicklungsziele Berchtesgadener Land Tourimus GmbH) ist es Ziel des Projekts GLIDE, ein innovatives, digitales Instrument zur inklusiven, klimafreundlichen und nachhaltigen Weiterentwicklung des Rodeltourismus zu entwickeln und zu etablieren. Durch die realitätsnahe virtuelle Abbildung des Rodelerlebnisses soll eine skalierbare Plattform entstehen, die von einer Vielzahl touristischer Akteurinnen und Akteure genutzt werden kann.

Ein wesentliches Projektziel ist die aktive Einbindung möglichst vieler Tourismusbetriebe entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Mindestziel sind zwei Betriebe pro Region). Dazu zählen insbesondere Seilbahnunternehmen, Rodelhersteller, Verleih- und Handelsbetriebe für Winterausrüstung, Gastronomiebetriebe sowie regionale Tourismusverbände. GLIDE schafft für diese Partner eine niedrigschwellige Möglichkeit, ihre Angebote digital zu präsentieren, in ein innovatives Nutzungsszenario einzubinden und neue Zielgruppen zu erreichen. Gleichzeitig fördert das Projekt die regionale Vernetzung und Kooperation zwischen Betrieben und Destinationen.

Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung strukturierter Angebote für Schulen und Wintersportwochen. GLIDE soll als niederschwelliges, barrierefreies und vorbereitendes Lern- und Trainingsinstrument eingesetzt werden, um Schülerinnen und Schüler frühzeitig an Rodeltechnik, Sicherheitsaspekte und korrektes Verhalten im alpinen Raum heranzuführen. Dies trägt zur Erhöhung der Sicherheit, zur Qualitätssteigerung von Wintersportangeboten und zur Entlastung von Personal bei.

Darüber hinaus verfolgt GLIDE das Ziel, Einstiegshürden für Neo-Rodeler zu senken, die Attraktivität des Rodelns als nachhaltige Wintersportform zu steigern und die regionale Wertschöpfung zu erhöhen. Langfristig soll GLIDE als übertragbares Modell dienen, das auf weitere Regionen ausgeweitet werden kann (digitale Transformation).

Mehrwert durch grenzüberschreitenden Ansatz

Mehrwert des grenzüberschreitenden Ansatzes im Projekt GLIDE

Der grenzüberschreitende Ansatz des Projekts GLIDE stellt einen wesentlichen Mehrwert für die beteiligten Modellregionen Kitzbühel, Berchtesgadener Land, Zell am See und Hallein dar. Durch die Zusammenarbeit von Regionen aus Österreich und Deutschland werden unterschiedliche touristische Strukturen, Erfahrungen und Kompetenzen gebündelt und synergetisch genutzt. Dies ermöglicht die Entwicklung eines gemeinsamen, qualitativ hochwertigen virtuellen Rodelerlebnisses, das über regionale Einzelangebote hinausgeht.

Ein zentraler Mehrwert liegt im gemeinsamen Aufbau einer skalierbaren, digitalen Lösung, die an unterschiedliche rechtliche, organisatorische und touristische Rahmenbedingungen angepasst werden kann. Der grenzüberschreitende Austausch fördert die Harmonisierung von Qualitätsstandards, Sicherheitsaspekten und Vermittlungsformaten im Rodeltourismus und trägt zur Professionalisierung dieses Angebots bei.

Zudem stärkt der Ansatz die internationale Sichtbarkeit der beteiligten Regionen. Durch die gemeinsame Vermarktung als zusammenhängender Erlebnisraum entsteht ein attraktives, grenzüberschreitendes Tourismusangebot, das insbesondere für neue Zielgruppen, Familien, Schulen und internationale Gäste von Interesse ist. Gäste profitieren von einer besseren Orientierung, vergleichbaren Angeboten und einer konsistenten Nutzererfahrung über Ländergrenzen hinweg.

Darüber hinaus unterstützt die Zusammenarbeit den Wissenstransfer zwischen Tourismusbetrieben, Bildungseinrichtungen und regionalen Organisationen. Best Practices können gemeinsam entwickelt, getestet und in andere Regionen übertragen werden. GLIDE fungiert damit als Modellprojekt für grenzüberschreitende Kooperation im alpinen Raum und leistet einen nachhaltigen Beitrag zur digitalen Transformation, Innovationskraft und Resilienz des Tourismus in der gesamten Projektregion.

Projektteilnehmer

Leadpartner

Name der Organisation

MCI Internationale Hochschule GmbH

Anschrift der Organisation

Universitätsstraße 15, 6020 Innsbruck / Österreich

Ansprechpartner

Bernhard Hollaus

Telefon

+4351220704431

Zuordnung des Leadpartners:

Land Tirol

weitere Projektteilnehmer

Name der Organisation

Österreichischer Rodelverband

Anschrift der Organisation

Innovation Salzburg GmbH