Heimat- und Regionalmuseum 4.0 – Interaktive künstliche Intelligenz im Museum

Projektinhalte

Beschreibung der geplanten Projektinhalte

Das Projekt wird der Frage nachgehen, auf welche Weise neue Technologien – unter anderem KI basierte Softwarelösungen – dazu beitragen können, die Kuratierung von analogen und multimedialen Ausstellungselementen, die Realisierung von interaktiven Medienstationen sowie die Beteiligung der Bevölkerung im Sinne eines virtuellen Wissensdepots an thematischen Sonderausstellungen grenzüberschreitend zu unterstützen. Prototypisch soll dies am Beispiel des Stadtmuseums Trostberg und des Heimatkundemuseums Kufstein erarbeitet werden. Ziel ist es, einerseits einen digitalen, vernetzten Wissensspeicher aufzubauen, welcher als wachsender und flexibler Datenpool die Basis zur Kuratierung möglicher Sonderausstellung darstellt, der die Inhalte grenzüberschreitend miteinander vernetzt und damit die Recherche unterstützt bzw. vereinfacht. Andererseits gibt dieser Wissensspeicher der umliegenden Bevölkerung die Möglichkeit, an unterschiedlichen Ausstellungsprojekten aktiv zu partizipieren. Im nächsten Schritt sollen prototypische digitale Tools zur Ausspielung der Inhalte entwickelt werden, die einerseits die museale Arbeit der Regionalmuseen unterstützen, die Recherche und Auswertung von Materialen erleichtern und zudem in den Museen selbst einen individuellen Output ermöglichen. Insbesondere für Museen im gesamten bayerisch-österreichischen Raum, die historisch und wirtschaftlich immer wieder eng miteinander verbunden waren, ergibt sich Folgendes: Die entwickelten Technologien werden im Sinne der Nachhaltigkeit als Open-Source-Software zur Verfügung gestellt. Dadurch erhalten auch Heimat- und Regionalmuseen im gesamten Interreg Bayern-Österreich-Raum, die nicht als Projektpartner beteiligt sind, die Möglichkeit, die neuen Tools in ihre Museumsarbeit zu integrieren und davon zu profitieren. Umgesetzt wird dies durch Schulungen für Webadministrator:innen aller Museen, um sie in die Nutzung der Technologie einzuweisen.

Erwartete Ziele des Projektes

Die Zielsetzungen des Projekts sind einerseits, eine Aktivierung der Sammlungen durch neue Möglichkeiten der Wissensspeicherung sowie der Partizipation der Bevölkerung, die Attraktivitätssteigerung der Regionalmuseen durch die neuermöglichte zeitgemäße Vermittlung der Inhalte, mit Fokus auf junge Menschen sowie der Ansprache neuer Zielgruppen. Andererseits steht die Entwicklung von Werkzeugen für kleine Museen, die eine einfache und kostengünstige Möglichkeit der Konzipierung von digitalen Themenausstellungen und Medienstationen ermöglichen im Vordergrund. Darüber hinaus dient das Projekt der Förderung und Bereicherung eines grenzüberschreitenden Austauschs, da die unterschiedlichen Voraussetzungen und Kompetenzen der Projektpartner sowie der assoziierten Partner zu gegenseitigem Lernen führen. Die KI-Integration zielt darauf, Museen mit innovativer KI-Technologie zu bereichern, indem bspw. historische Persönlichkeiten realistisch dargestellt und interaktiv erlebbar gemacht werden. Die Hauptschwerpunkte liegen dabei in der realistischen Darstellung historischer Figuren, in der sprachlichen Interaktion mit der historischen Figur, sowie in einem KI-System mit kuratierten historischen Dokumenten bzw. interaktiven Lern- und Vermittlungsformaten.

Mehrwert durch grenzüberschreitenden Ansatz

Der Mehrwert besteht in erster Linie darin, dass mit dem Projekt eine Erleichterung der Vernetzung grenzüberschreitender sowie unterschiedlicher Datenquellen ermöglicht wird und es den Verantwortlichen zudem ermöglicht, über die Grenzen hinweg unterschiedliche Inhalte zu recherchieren, um diese in bestimmte Sonder- oder Themenausstellungen integrieren zu können. Darüber hinaus dient das Projekt der sozialen Inklusion und dem Abbau von Barrieren, in dem es der Bevölkerung eine gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht bzw. die Einbringungen von Inhalten und Dokumenten gewährleistet. Darüber hinaus ermöglicht das Projekt die Erschließung von neuen Inhalten und die erweiterte Ansprache neuer Zielgruppen durch die Möglichkeit von individualisierten Ausgabeformaten in den jeweiligen Museen. Darüber hinaus steigert das Projekt die Attraktivität durch immersive, interaktive Erlebnisse. Es schafft zudem die Möglichkeit, historische Inhalte auf eine fesselnde, niedrigschwellige Weise zu vermitteln. Letztlich gibt es auch die Möglichkeit einer kontinuierlichen Erweiterung um weitere historische Figuren und Themen.

Projektteilnehmer

Leadpartner

Name der Organisation

Festung Kufstein GmbH

Anschrift der Organisation

Festung 2
6330 Kufstein

Ansprechpartner

Mag. Emanuel Präauer

Zuordnung des Leadpartners:

Land Tirol

weitere Projektteilnehmer

Name der Organisation

Stadt Trostberg – Stadtmuseum

Anschrift der Organisation

FH Kufstein Tirol Bildungs GmbH