Motivation zum Projekt:
Angesichts zunehmender Hochwasserereignisse aufgrund des Klimawandels ist eine verstärkte und rasche Anpassung sowie grenzüberschreitende Zusammenarbeit notwendig. Das Projekt „Vernetzte Hochwasserabwehr Bayern-Österreich“ zielt darauf ab, länderübergreifende Strategien zur Hochwasserprävention und eine verbesserte Einsatzkoordination zu etablieren.
Schwerpunkt I: Ausbau der länderübergreifenden Einsatzplanung
Aktivitäten:
• Evaluierung bestehender grenzüberschreitender Einsatzstrategien
• Durchführung einer Großübung zur Erprobung des Einsatzkonzepts
• Optimierung der Kommunikation durch ein Fachbegriffslexikon
• Entwicklung einer Virtual Reality Trainingsanwendung für Hochwasserszenarien
Schwerpunkt II: Entwicklung einer Mehrzweck-Transportinfrastruktur
Aktivitäten:
• Beschaffung von 2 Abrollcontainern für den Transport von Trainingsmaterialien
• Entwicklung eines digitalen Buchungssystems für Materialien
• Nutzung der Container für grenzübergreifenden Austausch von Ausrüstung
Schwerpunkt III: Bewusstseinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit
Aktivitäten:
• Vorstellung der Projektergebnisse bei Veranstaltungen
• Workshops zur Nachwuchsförderung
• Entwicklung einer Website und Informationsmaterialien
• Planung einer Wassererlebniswelt im Grenzgebiet
Projektkonsortium:
Projektlead: Land Oberösterreich (Abteilung Wasserwirtschaft)
Fokusaktivitäten: Projektmanagement, Finanzplanung, Öffentlichkeitsarbeit, Fachexpertise
Projektpartner:
• Oö. Landes-Feuerwehrverband: Entwicklung eines Fachbegriffslexikons und Transportsystems
• Landesfeuerwehrverband Salzburg: Elektronisches Buchungssystem und Konzept für grenzübergreifende Hilfeleistung
• Landkreis Rottal-Inn: Beschaffung von Abrollcontainern und Unterstützung bei Übungen
• Staatliche Feuerwehrschule Geretsried: Evaluierung von Einsatzplänen und Ausbildungskonzepten
• Verein Energiewende Linz: Entwicklung von VR-Trainings und Evaluierung
Projektziel:
Das übergeordnete Ziel ist die Stärkung der Resilienz gegenüber Hochwasserereignissen im bayerisch-österreichischen Grenzraum als proaktive Klimawandelanpassung und intensivere grenzüberschreitende Zusammenarbeit, insbesondere zwischen Feuerwehren und Behörden. Das Projekt liefert gemeinsam entwickelte Strategien zur Anpassung an Hochwassergefahren.
Spezifische Projektziele:
Grenzüberschreitende Einsatzfähigkeit und Koordination:
• Etablierung gemeinsamer Einsatzstrategien und Kooperationspläne für Hochwasserhilfe
• Optimierung der Kommunikation durch ein Fachlexikon (Feuerwehrwörterbuch OÖ/SBG/BY)
• Steigerung der Kompetenz durch innovative Weiterbildungsformate, einschließlich VR-Trainings und Übungen
Effizientere Nutzung von Ressourcen:
• Sicherstellung der Verfügbarkeit von Lehrmaterialien durch ein neues Transport-, Lagerungs- und digitales Buchungssystem
• Erhöhung der logistischen Kapazitäten für den Ernstfall durch Mehrzwecknutzung der Infrastruktur
Risikobewusstsein und Nachwuchsförderung:
• Erhöhung der Sensibilisierung der Zivilbevölkerung durch Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen (z.B. Wassererlebnistag)
• Förderung des Nachwuchses im Katastrophenschutz durch Workshops (einschließlich VR)
• Verbreitung der Projektergebnisse durch eine Onlinepräsenz und Informationsmaterialien
Nachhaltigkeit und Verstetigung:
• Entwicklung von Konzepten für den Weiterbetrieb der zentralen Projektergebnisse, einschließlich des digitalen Buchungssystems und der VR-Trainingsanwendung
• Sicherstellung der Pflege und Aktualisierung des Fachlexikons und der Website nach Projektende
Das Projekt trägt zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Hochwasserprävention und Krisenbewältigung bei und stärkt die Resilienz der Region langfristig.
Der grenzüberschreitende Ansatz dieses Projekts, basierend auf den gemeinsamen Flussgebieten von Salzach, Inn und Donau, schafft einen entscheidenden Mehrwert, den nationale oder regionale Einzelmaßnahmen nicht erreichen könnten. Dieser Mehrwert zeigt sich auf mehreren Ebenen:
Hydrographische Notwendigkeit & Ganzheitliches Risikomanagement:
• Flüsse und Hochwasserereignisse machen nicht an administrativen Grenzen halt. Ein koordiniertes, grenzüberschreitendes Management im gesamten Einzugsgebiet ist daher eine effektive Herangehensweise zur Risikobewertung und Entwicklung von Präventionsstrategien.
Effektivität & Effizienz in Prävention und Einsatz:
• Ressourcensynergien: Bündelung von Ressourcen vermeidet redundante Entwicklungen, senkt Kosten und beschleunigt die Umsetzung von Maßnahmen.
• Optimierte Einsatzkoordination: Gemeinsame Einsatzpläne, ein standardisiertes Fachlexikon und Übungen verbessern die Zusammenarbeit und ermöglichen schnelle, koordinierte Hilfe.
• Verbesserter Informationsfluss: Abbau von Kommunikationsbarrieren fördert schnellere, fundierte Entscheidungen im Krisenfall.
Innovation durch Wissensaustausch & Perspektivenvielfalt:
• Gegenseitiges Lernen: Der Austausch von Erfahrungen und Methoden ermöglicht die Optimierung von Prozessen.
• Innovationsimpulse: Der Zusammenschluss unterschiedlicher Expertisen fördert die Entwicklung kreativer Lösungen (z.B. VR-Training, digitale Tools).
• Erhöhte Lösungsqualität: Gemeinsam entwickelte Strategien und Werkzeuge sind praxistauglicher und leichter übertragbar.
Nachhaltige Stärkung der Resilienz & des gesellschaftlichen Zusammenhalts:
• Verbesserter Schutz: Effektiverer Schutz von Leben, Infrastruktur und Umwelt durch abgestimmte Prävention und Hilfeleistung.
• Einheitliche Risikokommunikation: Gemeinsame Bewusstseinsbildung fördert eine „Sicherheitskultur“ über Grenzen hinweg.
Strategischer Mehrwert & Europäische Dimension:
• Stärkung der Europäischen Integration: Das Projekt för
Name der Organisation
Land Oberösterreich
Anschrift der Organisation
Kärntnerstraße 10-12
4021 Linz
Ansprechpartner
Torben Walter
Zuordnung des Leadpartners:
Land Oö.
Name der Organisation
PP2 Oberösterreichischer Landefeuerwehrverband und PP 5 Landesfeuerwehrverband Salzburg
Anschrift der Organisation
Landkreis Rottal-Inn